Héctor Germain Guimard (1867-1942), französischer Architekt des Art nouveau, der den Style Guimard kreierte. Guimard wurde am 10. März 1867 in Paris geboren. Er studierte an der École des Arts Décoratifs und der École des Beaux-Arts in Paris. Anschließend unternahm er Reisen nach England und Belgien.

Unter dem Einfluss von Victor Horta und des Jugendstils entwarf Guimard sein erstes und vielleicht schönstes Gebäude, das Wohnhaus Castel Béranger in Paris (vollendet 1895). Die größte Bekanntheit erlangte Guimard durch seine ornamentalen Eingänge zur Pariser Métro (nach 1900), bei denen er vor allem Schmiedeeisen, Bronze und Glas verwendete. Einige wenige sind in Paris erhalten geblieben. Außerdem schuf Guimard Inneneinrichtungen, so etwa für das Haus des Pariser Keramikhändlers Coilliot (1898-1900). In den dreißiger Jahren wanderte er in die USA aus, was allerdings das Ende seines beruflichen Erfolges bedeutete. Er starb am 20. Mai 1942 in New York.

 

Héctor Germain Guimard

In Paris schmückte Héctor Guimard die Eingänge der soeben angelegten Untergrundbahnen - Metro - mit bizarren Eingangsbaldachinen. Ein technisches Wunderwerk wird hier durch eine einfallsreiche künstlerische Huldigung gerahmt. Der organische Schwung der Linien, der Duktus der Schrift, die Anklänge an pflanzliche Formen - Gräser, Zweige, Ranken - entsprechen dem Ideal des neuen Stils.

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