René Lalique (1860-1945), französischer Goldschmied und Glaskünstler, dessen Werke zu den markantesten Zeugnissen des Jugendstils und des Art deco gehören.

Lalique wurde am 6. April 1860 in Ay, im Departement Marne geboren. Er studierte Graphik und Goldschmiedekunst in Paris und war als Schmuckdesigner für Firmen wie Boucheron, Vever und Cartier tätig. Zu seinem eigenen Kundenkreis gehörte Sarah Bernhardt. Zur Jahrhundertwende waren Laliques stilbildende Exponate auf internationalen Ausstellungen vertreten. Höhepunkt war eine Schau seiner Werke während der Pariser Weltausstellung von 1900.

In seinen Arbeiten verwendete Lalique Edelsteine und Gold gemeinsam mit für das Schmuckhandwerk ungewöhnlichen Materialien wie Elfenbein, Schildpatt und Email. Auf diese Weise schuf er seinen eigenen, oft kopierten Stil, der zumeist organische Formen der Natur imitierte.

Schon seit der Jahrhundertwende galt Laliques Hauptinteresse der Glasverarbeitung, deren Ergebnisse er in seine Schmuckkreationen experimentell miteinbezog. Später kam mit den Parfumflakons für Côty sowie in eigenen Glaswerkstätten (Clairfontaine, Combes-la-Ville, Wingen-sur-Moder) ein kommerziellerer Aspekt hinzu. So ließ er Vasen, Schalen, Kühlerfiguren für Automobile und Glasskulpturen seriell produzieren. Bei der Pariser Weltausstellung von 1925 war Lalique mit Art-déco-Arbeiten erneut vertreten. Neben Schmuck und Glasarbeiten entwarf Lalique auch Textilien, Fächer und Metallwaren.

Am 1. Mai 1945 verstarb René Lalique in Paris.

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