Franz von Stuck (1863-1928), deutscher Maler, Graphiker und Bildhauer. Er wurde am 23. Februar 1863 in Tettenweis bei Passau geboren und besuchte 1881 bis 1884 die Münchener Kunstgewerbeschule, das Polytechnikum und 1885 die Kunstakademie. 1892 gründete er zusammen mit Wilhelm Trübner die Münchner Secession. 1895 wurde er Professor an der dortigen Akademie, wo er u. a. Wassily Kandinsky und Paul Klee unterrichtete. Stuck ist der bedeutendste Vertreter des Jugendstiles in München, den er mit symbolistischen und impressionistischen Elementen verband. Ausgehend von seinem künstlerischen Vorbild Arnold Böcklin, an den vor allem Stucks heitere bukolische Szenen (Bacchanal, 1905, Kunsthalle, Bremen) erinnern, stellte er meist mythologische oder allegorische Themen dar. In Bildern wie Die Sünde (1893, München, Neue Pinakothek) spielt die Erotik eine wichtige Rolle. In seinen Bildnissen erscheinen oft magisch beleuchtete Figuren vor einem düsteren Hintergrund. Als Bildhauer schuf er z. B. die speerschleudernde Bronzeplastik einer Amazone. 1898 wurde in München seine nach eigenen Plänen gestaltete Villa erbaut, die heute als Museum dient. Als Gesamtkunstwerk zeigt sie Stucks Bronzeplastiken, Mosaiken und von ihm entworfene Möbel. Er beeinflusste u. a. Kandinsky und Paul Klee. Stuck starb am 30. August 1928 in München.

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