Otto Wagner Otto Wagner (1841-1918), in Wien-Penzing geborener österreichischer Architekt, der den von ihm selbst in frühen Arbeiten zur Schau gestellten Historismus überwand und durch seinen „Nutzstil" zum führenden Wiener Baumeister der Jahrhundertwende avancierte. 1894 bis 1912 lehrte er als Professor („Nichts was nicht brauchbar ist, kann schön sein", Zitat aus seiner Antrittsrede) an der Wiener Kunstakademie. Wagners frühe Entwürfe, wie etwa die Bauten zur Wiener Stadtbahn mit ihren ornamentalen Eisenkonstruktionen (1894-1897), sind Dokumente des Jugendstils. Später jedoch wurde seine Arbeit schlichter: Das Wiener Postsparkassenamt (1904-1906), Wagners innovativster Bau, besticht durch klare Formgebung. Sowohl die mit Marmor verkleidete Außenfassade als auch der durch ein tonnenförmiges Glasgewölbe beleuchtete Innenbau weisen in ihrer Sachlichkeit auf die moderne Architektur des 20. Jahrhunderts voraus. Mehr noch als die Marmorkirche des Sanatoriums am Steinhof bei Wien (1906) beeinflusste Wagners Entwurf für das Gebäude des Postsparkassenamtes die österreichische Architekturavantgarde um Josef Hoffmann, Josef Maria Olbrich und Adolf Loos.

 

Stadtpavillon der Wiener Stadtbahn

Pavillon der Wiener Stadtbahn

Der am Karlsplatz gelegene Jugendstilpavillon von Otto Wagner bildet den Eingang zu der darunter gelegenen Bahnstation. Zwischen 1894 und 1897 entwarf Wagner für die Wiener Stadtbahn mehrere Bauten.

Stadtpavillon der Wiener Stadtbahn

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